Fiese Gedanken über die Welt

Genauso, wie zu viele negative Gedanken gegen uns selbst zerstörerisch sein können, genauso können es negative Gedanken gegen andere Personen, äußere Umstände und Situationen sein.

Wer ständig und überall nur Fehler und Defizite sieht, kann nicht im Frieden mit sich selbst und der Welt leben.

Dabei spielt auch unsere Fantasie eine Rolle. Wir Menschen haben eine Gabe uns alles Mögliche vorzustellen. Auch Dinge, die wir selbst noch nie gesehen oder erlebt haben.
Auf den ersten Blick ist es eine sehr gute, sinnvolle Fähigkeit. Wir brauchen sie, um Pläne zu machen, Ideen zu entwickeln, kreativ zu sein und vieles mehr.

Negativ betrachtet kann sie aber auch zum Katastrophisieren verwendet werden. Also um mir Dinge vorzustellen, die eventuell passieren KÖNNTEN. Dann stellen wir uns „Was wäre, wenn“-Fragen:
Was wäre, wenn ich den Bus verpasse, mein Chef meine Ideen idiotisch findet, ich in einem Jahr meinen Job verliere, meine Frau mich verlässt, ich an Krebs erkranke …

Oder wir verwenden diese Fähigkeit um „Wenn, dann“-Szenarien heraufzubeschwören:
Der Verkäufer vorhin hat mich so herablassend angeschaut. Er fand mich bestimmt unsympathisch. Was, wenn der Chef mich bei dem Vorstellungsgespräch am Samstag nicht sympathisch findet, dann bekomme ich den Job nicht, dann kann ich meine Miete bald nicht mehr zahlen, dann muss ich aus der Wohnung ausziehen, dann verlässt mich meine Freundin…

Manchmal sind sie noch abstrakter: Wer bin ich, was ist der Sinn des Lebens, wie groß ist das Weltall, wieso können wir nicht ganz aufhören zu denken?

Aber wie kann ich das ändern?

Zuerst einmal: Glaube nicht alles was du denkst! Frage dich, wie realistisch ist der Gedanke und wo führt der Gedanke hin?
Wichtig dabei ist sich nicht für die Gedanken zu verurteilen, sondern liebevoll und nachsichtig zu sein.